
Winterdienst Fraport
Flughafenbetrieb
Der Neubau des Winterdienstes der Fraport AG bündelt Winterdienst und Werkstätten am Flughafen Frankfurt. Entstanden sind Abstellpositionen für Winterdienst- und Reinigungsfahrzeuge sowie Funktionsgebäude für die administrativen und operativen Teams.
Projekt
Winterdienstgebäude
Standort
Flughafen Frankfurt Main
Bauherr
Fraport AG
Kenndaten
BGF 12.800 m²/BRI 65.000 m³
Komplexe Standortbedingungen und Grenzverschiebungen
Das Grundstück liegt im Vorfeldbereich P60 westlich der Cargo-City Nord. Bestehende Anlagen wie der zentrale Abwassersammler und ein Regenrückhaltebecken durften nicht überbaut werden. Gleichzeitig lief der Flughafenbetrieb während der gesamten 15-monatigen Bauzeit weiter. Flugzeuge parkten unmittelbar vor der Baustelle, der Sicherheitszaun musste mehrfach versetzt werden – und damit faktisch auch die Schengengrenze.
Breite Schleppkurven und Raumbedarf
Mit rund 35 Metern Breite und mehr als 400 Metern Länge stellte auch der Grundstückszuschnitt besondere Anforderungen. Da für die übergroßen Spezialfahrzeuge keine Schleppkurven vorlagen, führten wir bereits in der Vorplanung Fahrversuche durch. Als optimale Lösung erwies sich eine 60°-Diagonalaufstellung mit Einbahnführung. Heute finden rund 80 Fahrzeuge überdacht und weitere 120 im Außenbereich Platz.
Funktionale Vielfalt und Flexibilität
Die Anlage vereint Fahrzeugabstellplätze, Wasch- und Werkstattbereiche, Granulatlager und Bremsenprüfstand mit einem Personal- und Dienstgebäude für mehr als 400 Mitarbeitende. Neben der funktionalen Zuordnung galt es, daraus ein schlüssiges architektonisches Konzept zu entwickeln.
Robuste Stahlbetonkonstruktionen sind auf Schwerlastverkehr und Streumittel ausgelegt. Die radar- und ILS-verträgliche (Instrument Landing System) Fassade aus Aluminium-Streckmetall verändert ihre Wirkung je nach Blickwinkel von Weiß über Grau bis nahezu Schwarz. Energetisch und strukturell nachhaltig geplant und gebaut, bleibt das Gebäude langfristig flexibel nutzbar.










»Es klang zunächst nach einer einfachen Aufgabe. War es aber nicht. Die Spezialfahrzeuge sind riesig, und direkt vor der Baustelle standen ständig Airbusse. Heute schauen wir bei jedem Flug aus dem Fenster, ob wir unser Projekt sehen.«
Domenico Sgró
Architekt und Geschäftsführer